8bar.yoga

Michaela & Sven Sailer

Michaela Sailer

Ich habe eine Angewohnheit. Immer wenn ich in einer fremden Stadt bin, kaufe ich mir dort ein Buch. Das mache ich, seit ich denken kann. So auch im Jahr 2002. Ich war das erste Mal in London – und umgehend verliebt in diese Stadt.

 

In einer Nebenstraße entdeckte ich einen kleinen Buchladen. Man musste enge Treppen hinabsteigen, um reinzukommen. Beim Stöbern fesselte plötzlich ein Buch meine Aufmerksamkeit: Ashtanga Yoga. Weder hatte ich zu dieser Zeit etwas mit Yoga am Hut, noch wusste ich, was Ashtanga Yoga sein sollte. Aber ich kaufte das Büchlein und stellte es zuhause in meinen Bücherschrank – ohne es überhaupt gelesen zu haben.

 

Im Jahr 2016 hatte ich schon ein wenig mehr mit Yoga zu tun – nach wie vor aber nicht mit Ashtanga Yoga. Ich machte immer mehr so mein eigenes Ding, bis ich es dann an der Zeit fand, eine Ausbildung zur Yogalehrerin in Angriff zu nehmen. Zu vielschichtig und zu interessant war das Thema Yoga. Ich habe wohl erst zu Beginn der Ausbildung wirklich begriffen, dass ich auf dem Weg war, eine Ashtanga Yogalehrerin zu werden. Es ist schon verblüffend, was das Schicksal so mit einem treibt.

 

Während der Ausbildung ist mir auch das Büchlein wieder in die Hände gefallen. Erstaunt stellte ich fest, dass das ja ein Buch über Ashtanga Yoga ist. Hatte ich 14 Jahre zuvor etwa eine Vorahnung, dass ich es mal brauchen könnte? Dass ich diesen Yogastil erlernen und unterrichten würde? Wer weiß … den Impuls hatte ich wohl schon gesetzt, nur ein paar Umwege musste ich noch gehen, bevor meine Liebe zum Yoga entfacht war.

 

Wie es die Ironie will, habe ich das Buch bis zum heutigen Tag nicht gelesen – wohl aber durchgeblättert. Bei meinem letzten Besuch in London praktizierte ich Ashtanga Vinyasa Yoga bei meinem Lehrer Luiz Veiga. London und der Yoga sind jetzt für immer stimmig vereint und dafür bin ich sehr dankbar.

Sven Sailer

Anfang der Neunziger habe ich aus einer Grabbelkiste das Buch »Stretching« gefischt. Nachdem ich meine Pubertät quasi in einer Muckibude verbracht hatte, lagen mir geschmeidige Muskeln wohl endlich mehr am Herzen als aufgepumpte.

 

Mit geschlossenen Augen hielt ich Dehnungen, ruhig atmend und zählend, bis zu dreißig Sekunden. Das tat gut und führte mich zu einer behaglichen Innerlichkeit!

 

Erst 2013, als ich zufällig über einen Freund (der dann auch mein erster Lehrer wurde) zum Ashtanga Yoga kam, dämmerte mir, dass diese Stretching-Übungen nur vom Yoga inspiriert sein konnten.

Die immer gleichen Haltungen in der immer gleichen Reihenfolge zu üben, hat mir beim Ashtanga Yoga auf Anhieb gefallen. Das kannte ich vom Taekwondo, das ich auch einige Jahre praktiziert hatte. Also habe ich das erst einmal nicht hinterfragt. Schließlich wurde ich aber neugierig und tauchte in den faszinierenden Ashtanga- und Yogakosmos ein.

Auf meinem Yogaweg bin ich meiner heutigen Ehefrau begegnet. Löckchen und ich haben gemeinsam Ausbildungen absolviert und uns jetzt den Traum vom eigenen kleinen Yogastudio erfüllt. Yeah!

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